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Mit dem Bewusstsein wie wichtig die eigene Mundhygiene ist, steigt auch die Sensibilität für die Inhaltsstoffe einer Zahnpasta und deren weitere Eigenschaften, vor allem der so genannten Abrasivität. In Gesprächen mit unseren Kunden werden wir immer häufiger nach dem so genannten RDA-Wert gefragt. RDA steht für "Relative Dentinabrasion" und zeigt an, wie stark die Paste die Zahnsubstanz abtragen kann. Woher der Name kommt, was der Wert bedeutet und warum er nicht das Maß aller Dinge bei der Auswahl einer Zahnpasta sein sollte, lesen Sie im folgenden Beitrag.


Abrasivstoffe in der Zahnpasta

Dass eine Zahnpasta bei der täglichen Mundhygiene unverzichtbar ist, ist wahrscheinlich jedem klar. Zahnpasta beugt durch die enthaltenen Pflegestoffe Karies und Zahnfleischentzündungen vor und entfernt Speisereste, Plaque oder sogar oberflächliche Verfärbungen. Die Reinigungsleistung wird durch so genannte Abrasivstoffe in der Zahnpasta bestimmt. Sie sind unverzichtbare Bestandteile einer Zahnpasta, können andererseits aber auch mitverantwortlich für das Abtragen der Zahnsubstanz sein. Die Ursache solcher Defekte ist meistens ein Zusammenspiel von einer falschen Zahnputztechnik und einer stärkeren Abrasivität der Zahnpasta, die am RDA-Wert erkennbar sein sollte.


Der RDA-Wert einer Zahnpasta

Obwohl die Messung des RDA-Wertes und damit die Abrasivität einer Zahnpasta nach einer ISO-Norm und damit nach einem vorgeschriebenen Protokoll erfolgt, bzw. erfolgen sollte, sind die Werte als Vergleichswerte zu betrachten. Der Ablauf der Messung ist zwar genormt, jedoch sind nicht alle Schritte detailliert beschrieben. So kann z.B. die Dauer der einzelnen Schritte variieren oder die Art der Bürsten, mit denen der Test durchgeführt wird.

tooth-1501321_640Um den RDA-Wert einer Zahnpasta zu ermitteln, werden zunächst Zahnwurzeln mit hoher Energie bestrahlt wodurch die Phosphoratome des Zahngewebes radioaktiv werden. Dieser Vorgang ist für die spätere Messung notwendig. Die bestrahlten Zahnwurzeln werden anschließend in eine Art Bürstenmaschine fixiert und sowohl mit einer standardisierten Vergleichspaste als auch mit der zu testenden Zahnpasta gebürstet. Die Menge der abgetragenen Zahnsubstanz wird durch die Messung der Strahlungsaktivität im Zahnpastaschaum ermittelt. Je höher die Strahlung umso mehr Zahnsubstanz wurde abgetragen, umso stärker also die Abrasivität. Um den numerischen Wert zu erhalten, wird der Wert der standardisierten Vergleichspaste gleich 100 gesetzt und die Abrasion der Testzahnpasta in Prozent dieses Standardwertes ausgedrückt. Dieser Prozentwert ist dann die RDA-Zahl. Hat die Zahnpasta also einen RDA-Wert von 50, bedeutet dies, dass sie nur halb so abrasiv wie die verwendete Standardzahnpasta ist.

Wie unterschiedlich die Parameter und in Folge die Ergebnisse von RDA-Messungen sein können zeigt die folgende Tabelle, die die wichtigsten Parameter von RDA-Messungen in Indiana, USA und in Zürich in der Schweiz vergleicht:

Quelle: PROPHYLAXEdialog, Sonderausgabe RDA

Quelle: PROPHYLAXEdialog, Sonderausgabe RDA

Hinzu kommt, dass der RDA-Wert meist sowieso nicht auf der Verpackung abgedruckt ist bzw. die Angabe fehlt, in welchem Labor er gemessen wurde. Der RDA-Wert kann also nur ein Richtwert sein und sollte nicht das einzige Kriterium bei der Auswahl einer Zahnpasta sein. Grundsätzlich ist Zahnpasta mit einem RDA-Wert bis zu 170 (RDA Indiana) für die tägliche Anwendung geeignet.



RDA-Werte sind nicht das Maß der Dinge

AuaAbgesehen von der Uneindeutigkeit von RDA-Werten ist erwähnenswert, dass Schäden an den Zähnen in den seltensten Fällen von einer abrasiven Zahnpasta alleine kommen. Eine falsche Putztechnik, z.B. starkes Schrubben während des Zähneputzens oder sofortiges Zähneputzen nach dem Konsum säurehaltiger Lebensmittel, oder auch der Gebrauch einer harten Zahnbürste sind ein nicht zu unterschätzender Faktor in Bezug auf Schäden an der Zahnsubstanz. Zudem fallen Zahnpasten in der EU unter die Kosmetikverordnung und dürfen bei bestimmungsgemäßem Gebrauch nicht gesundheitsschädlich sein.

Sollte auf deiner Zahnpasta ein RDA-Wert aufgedruckt sein, ist ein Wert von maximal 100 bei gesunden, ungeschädigten Zähnen eine empfehlenswerte Grenze. Suchst du eine Zahnpasta mit einem geringeren RDA-Wert, sprich uns bitte an. Grundsätzlich findest du in unserem Onlineshop aber keine Zahnpasta, die nicht für die tägliche, zweimalige Anwendung geeignet ist.

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